3.3.1 Kommunikationsebenen nach Watzlawick

Gemäß eines Standpunktes der Kommunikationspsychologie beinhaltet Kommunikati­on zwischen Menschen stets mehrere Komponenten wie die inhaltliche und die verhaltensbezogene Dimension.[20] Die Unterteilung der Kommunikationsebenen nach Watzlawick greift diese Auffassung auf und fügt sich in das bereits vorgestellte verhaltensorientierte Kommunikationsmodell ein. Watzlawick unterteilt eine Mitteilung in eine Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.[21] Im Rahmen einer Mitteilung machen wir uns ein Bild über den Adressaten unserer Botschaft und auch über die Beziehung, in der wir zum Adressaten stehen. Dieses Bild prägt die Art und Weise wie wir uns unserem Kommunikationspartner mitteilen. Unser Verhalten wird letztlich dadurch beeinflusst, was wir vom Adressaten halten. Ob unbewusst oder bewusst ist dieses Bild eine Komponente der Botschaft, womit dem Adressaten letztlich Informationen darüber gegeben werden, wie der Kommunikator die Beziehung zum Adressaten wahrnimmt. Der Inhaltsaspekt einer Botschaft spricht die Ebene des Verstandes, Inhalte, Themen, Fakten und Ergebnisse an, der Beziehungsaspekt hingegen macht Aussagen zu Kontakt, Klima und emotionalen Aspekten, dazu wie man zueinander steht.[22] Es ist die emotionale Einfärbung einer Mitteilung, die dem Adressaten zu verstehen gibt, wie das Gesagte gemeint ist. Der Beziehungsaspekt einer Mitteilung wird vor allem durch eine nonverbale Sprache vermittelt. Nonverbale Sprache findet seinen Ausdruck in der Körpersprache, Lachen, Körperdistanz, Kleidung und Mimik. All dies beinhaltet eine Botschaft und zeigt dem Adressaten, was der Kommunikator von einem hält. In diesem Zusammenhang kann die nonverbale Sprache in Bezug auf den Beziehungsaspekt als viel ehrlicher als die verbale bezeichnet werden.[23] Gleichzeitig gibt die nonverbale Sprache im Zuge eines interkulturellen Verständnisses Anlass zu Missverständnissen. Die Interpretation nonverbaler Sprache erfolgt angesichts eigener kultureller Normen, deren zumeist länderübergreifenden Unterschiede interpretative Missverständnisse herbeiführen. Der Inhaltsaspekt bezieht sich somit auf die Übertragung der Mitteilung, der Beziehungsaspekt hingegen gibt an, wie diese Daten zu interpretieren sind. „... jede Interaktion kann analog zu einem Spiel als eine Abfolge von Zügen definiert werden, die nach strengen Regeln erfolgen. Dabei ist es unwichtig, ob die, die kommunizieren, sich über die Regeln bewußt sind. Wichtig ist nur, daß die Regeln durch Meta-Kommunikation festgelegt werden können.“[24] Ein integratives Kommunikationsmanagement muss also ständig diese Fakten vor Augen haben und das Wissen benutzen, um für alle Kommunikationsmitglieder eine befriedigende Kommunikation möglich zu machen.

**************
Empfehlungen: Handtassen Groothandel - Seitensprung - Partyreisen - Ferienwohnung Rabac
**************
[20] Vgl. Röh, Carsten: IuK-Technik und internationale Unternehmensführung: Kommunikation, Koordina­tion, Konfiguration, Gabler, Wiesbaden 2003, 128.
[21] Vgl. Watzlawick, Paul; Beavin, Janet H.; Jackson, Don D.: Menschliche Kommunikation, 9. Aufl., Hans Huber, Bern 1996, S. 53.
[22] Vgl. Blom, Herman; Meier, Harald: Interkulturelles Management: Interkulturelle Kommunikation, In­ternationales Personalmanagement, Diversity-Ansätze im Unternehmen, 2. Aufl., Neue Wirtschafts­briefe, Herne/Berlin 2004, S. 79.
[23] Vgl. Blom, Herman; Meier, Harald: Interkulturelles Management: Interkulturelle Kommunikation, Internatio­nales Personalmanagement, Diversity-Ansätze im Unternehmen, 2. Aufl., Neue Wirtschaftsbriefe, Herne/Berlin 2004, S. 79.
[24] Watzlawick, Paul, in: Röh, Carsten: IuK-Technik und internationale Unternehmensführung: Kom­munikation, Koordination, Konfiguration, Gabler, Wiesbaden 2003, S. 128.