3.1 Begriffsklärung Kommunikation

Kommunikation kommt aus dem lateinischen (communicare) und bedeutet soviel wie teilen, gemeinsam erarbeiten. Information und Kommunikation sind dabei untrennbar miteinander verbunden. Beim Kommunikationsprozess zwischen Sender und Empfänger ist es nicht entscheidend, was der Sender übermitteln will, sondern vielmehr, was der Empfänger von der Nachricht wahrnimmt. Als Einflussfaktoren des Kommunikationsvorgangs sind dabei neben den verbalen auch die nonverbalen Faktoren zu berücksichtigen. Kultur bedingt haben diese Faktoren je nach Land eine unterschiedliche Bedeutung. Auf diesen speziellen Kommunikationskomplex der interkulturellen Kommunikation wird im Verlauf dieser Arbeit noch detaillierter eingegangen. Die freie Enzyklopädie Wikipedia beschreibt Kommunikation als wechselseitigen Austausch von Gedanken, Sprachen, Mimik, Schrift oder Bild und verweist darauf, dass es letztlich keine allgemein gültige und anerkannte Definition des Begriffes gibt.[11] Als Begründung kann die vielfältige interdisziplinäre Verwendung des Begriffes in der Forschung verstanden werden. Die Bereiche des wechselseitigen Austausches (s.o.) sind auch indirektes Indiz für eine Zersplitterung einer exakten Definition, denn alle Bereiche können als voneinander getrennte Forschungsbereiche in der Wissenschaft verstanden werden. „Kommunikation ist alles“. Der Slogan mit dem das deutsche Telekommunikationsunternehmen debitel AG seit den 90er Jahren wirbt, hebt nicht nur die Bedeutung der Kommunikation für das Bestehen des Alltags hervor, sondern beschreibt auch die Komplexität dieses Bereiches. Je nach Forschungsgebiet werden Definitionen formuliert, die dem jeweiligen Aspekt des Forschungsbereiches Rechnung tragen. Merten (1977) erfasste und analysierte bereits im Jahr 1977 160 unterschiedliche Definitionen zum Begriff Kommunikation. Dennoch konnte im Rahmen einer Analyse ein kleinster gemeinsamer Nenner aller Definitionen festgehalten werden. Kommunikation kann demnach als ein Prozess der Vermittlung von Bedeutung zwischen Sender und Empfänger verstanden werden und gilt erst dann als erfolgreich, wenn der Empfänger die Botschaft so versteht, wie sie der Sender gemeint hat.[12] Für diese Arbeit findet die Definition von Merten (1977) Anwendung.

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[11] Vgl. Internet: http://de.wikipedia.org/wiki/Kommunikation, 07.06.2006.
[12] Vgl. Merten, Klaus: Kommunikation: Eine Begriffs- und Prozessanalyse, Westdt. Verlag, Opladen 1977, S. 27.